Gewalt ist in vielen Arbeitsfeldern der Beratung und Therapie ein herausforderndes Thema. Fachkräfte sind zum einen häufig mit starken Emotionen und geringer Veränderungsmotivation auf Seiten der Klientel konfrontiert. Zum anderen kann das Spannungsfeld zwischen Verantwortungsübernahme sowie dem Aufbau einer veränderungsförderlichen Arbeitsbeziehung verunsichern und überfordernd wirken.
Es geht schwerpunktmäßig um die Haltung, aber auch die Grenzen, wie Fachkräfte sowohl konsequent als auch wertschätzend-ressourcenorientiert arbeiten können.
Die zweitätige Fortbildung gibt einen Einblick in das Arbeitsfeld der systemischen Arbeit mit gewaltausübenden erwachsenen Personen. Dabei wird der tatorientierte Behandlungsansatz näher beleuchtet und mit dem systemischen Handwerk und Denken bereichernd in Verbindung gebracht.
Ziel ist es, die Handlungssicherheit der Teilnehmenden im Umgang mit Gewalt als (Teil-)Auftrag zu vergrößern und die eigene professionelle Haltung zu stärken. Darüber hinaus werden verschiedene systemische Methoden auf ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis betrachtet. Die Fortbildung verbindet theoretischen Input mit praktischer Arbeit im Plenum sowie Übungen und Reflexionen in Kleingruppen.
Fachkolleg:innen aus Praxisfeldern der sozialen Arbeit, der Gewaltprävention, der Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitshilfe sowie Berater:innen und Therapeut:innen in freier Praxis.
Freitag/Samstag, 27./28. November 2026
jeweils 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
(insgesamt 16 Unterrichtseinheiten)
LandesArbeitsGem. KJS NRW, Kleine Spitzengasse 2-4, 50676 Köln
max. 16 Teilnehmer:innen
240,00 Euro
220,00 Euro für ehemalige/aktuelle RIFS-Weiterbildungsteilnehmer:innen
incl. Kaffee/Tee/Wasser
Marc Thomas, Köln,
M.A. Kriminologie, B.A. Erziehungswissenschaft, Systemischer Therapeut, Fachkraft für Täterarbeit, Anti-Gewalt-Trainer