Seminare und Workshops


 

13./14.10.2022

Suizidalität in Beratung/Therapie und Praxisfeldern der Sozialen Arbeit – Systemische Perspektiven

Suizidalität ist ein komplexes menschliches Phänomen. Das Bewusstsein, dass Suizidalität für jeden Menschen ein Thema sein kann, ist ein entscheidender Schritt in Richtung Suizid-prävention. Professionelles Handeln beinhaltet hierbei die Fähigkeit, Ambivalenzen zu erkennen und aufzugreifen, somit „besprechbar“ zu machen.

Für die Arbeit mit Menschen in suizidalen Krisen ist ein Grundverständnis der Hintergründe und Motive sowie der psychischen Realität der Betroffenen notwendig. Das Seminar bietet Gelegenheit zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Suizid und Suizidalität – sowohl im Kontext Therapie und Beratung als auch in Praxisfeldern der sozialen Arbeit. Es wird das Ziel verfolgt, die innere Not zu erkennen, praktisches Handeln zu stimulieren und eine professionelle Begleitung suizidgefährdeter Menschen zu gewährleisten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der systemischen Sichtweise, die Suizidalität als ein Symptom und nicht als Störung betrachtet. Die Entwicklung einer persönlichen Haltung und Sicherheit im Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen stehen im Vordergrund.

Das Seminar ist vom Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, Bergisch Gladbach,
mit 16 Fortbildungsstunden als anrechnungsfähig im Sinne § 7 HebBO NRW anerkannt.

Inhalt des Workshops

  • Definition von Suizidalität
  • Forschungsstrategien (Statistik, Risikofaktoren)
  • Entwicklung einer persönlichen systemischen Haltung
  • Entwicklung der Fähigkeit, Ambivalenzen zu erkennen und aufzugreifen
  • Strategien und Methoden zur Risikoeinschätzung und Krisenintervention
  • Suizidalität im Jugendalter
  • Persönliche und institutionelle Grenzen
  • Ethische und rechtliche Aspekte

Zielgruppe:
Fachkolleg*innen aus Praxisfeldern der sozialen Arbeit/Kinder und Jugendhilfebereich, Schulen, Gesundheitshilfe sowie Berater*innen und (Psycho-) Therapeut*innen in freier Praxis.

Termin:
Donnerstag, 13.10.2022, 10.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Freitag, 14.10.202, 9:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 16:30 Uhr
(insgesamt 16 Unterrichtseinheiten)

Ort:
Kinderschutzbund Köln, Bonner Str. 147a (Saal), 50968 Köln

Gruppengröße:
max.16-18 Teilnehmer*innen

Kosten:
210,00 Euro incl. Kaffee/Tee/Wasser
200,00 € für ehemalige/aktuelle RIFS-Weiterbildungsteilnehmer*innen

Leitung:
Dipl. Sozialarbeiterin Martina Nassenstein, Köln,
Systemische Therapeutin (DGSF)

Hier geht es zur Anmeldung und zur Ausschreibung.

 


 

04.11.2022

Kinder psychisch kranker Eltern
- Aufwachsen zwischen Risiko und Resilienz

Psychisch kranke Eltern u. ihre Familienangehörigen fordern Fachkolleg*innen in Schulen, im Jugendhilfe- und Gesundheitsbereich in besonderer Weise heraus.
Die direkten und indirekten Auswirkungen der elterlichen Erkrankung und die damit verbundene Belastung für das Familiensystem, insbesondere für die Kinder, werden oft unterschätzt.
Bleiben sie unbeachtet, erhöht sich das Risiko für die Kinder selbst psychisch zu erkranken oder die eigenen Entwicklungsaufgaben nur noch eingeschr nkt wahrzunehmen.

Aus diesem Grund wird in diesem Seminar der Schwerpunkt auf das Erleben und Verarbeiten der psychischen Erkrankung der Eltern, auf die Kinder gelegt. In diesem Kontext geht es auch darum, die psychisch kranken, aber auch die gesunden Elternteile für die altersentsprechenden Bedürfnisse der Kinder zu sensibilisieren.

Die Gastdozentin war langjährige Mitarbeiterin einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle und hat dort von 2009-2021 den Fachbereich „Hand in Hand – Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern“ geleitet.

Inhalte des Workshops:
•  Vorstellung der besonderen Lebenssituation der Kinder
•  Einführung in Ergebnisse der Resilienzforschung
•  Altersgerechte Information der Kinder zu psychischen Erkrankungen anhand von Bilderbüchern
•  Kreative und ressourcenorientierte Methoden zur Arbeit mit den Kindern und der Familie
•  Möglichkeiten und Grenzen systemischer Beratung in Familien mit psychisch kranken Eltern.

Zielgruppe:
Fachkolleg*innen aus den verschiedenen Beratungsfeldern, die mit Familien in denen Eltern psychisch erkrankt sind, arbeiten.

Das Seminar ist beim Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, Bergisch
Gladbach mit 08 Fortbildungsstunden als anrechnungsf hig im Sinne   7 HebBO NRW
bewilligt worden

Termin/Uhrzeit:
Freitag 04.11.2022 10.00 - 17.00 Uhr (8 Unterrichtseinheiten)

Ort:
Refrather Treff, Steinbrecher Weg 2, 51427 Bergisch Gladbach-Refrath

Kosten:
110,00 €  pro TeilnehmerIn
100,00 €  für ehem./aktuelle RIFS-Weiterbildungsteilnehmer*innen

Leitung:
Dipl. Heilpädagogin Dorothee Rupprecht, Bergisch Gladbach
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Systemische Beraterin

Hier geht es zur Anmeldung und zur Ausschreibung

 


 

18.11.2022

Kinder und Jugendliche im Kontext elterlicher Alkoholsucht

Kinder von Eltern mit einer Alkoholerkrankung stellen eine besondere Risikogruppe hinsichtlich ihrer eigenen Entwicklung dar. Nur etwa ein Drittel von ihnen kommt unbeschadet aus dem Leben einer Suchtfamilie heraus. Selbst eine Suchterkrankung zu
entwickeln oder an anderen psychischen Erkrankungen, insbesondere Angst und Depression, zu leiden, ist eine h ufige Folge. Lange Zeit galten sie in Politik und Forschung als die „vergessenen Kinder“. Dies hat sich glücklicherweise in den letzten
Jahren verändert. In dem Tagesseminar soll ihre besondere Lebenssituation anhand von Fakten zur Verbreitung und der spezifischen entwicklungspsychologischen Problematik dargestellt werden. Dies geschieht durch Theorievermittlung und mit Hilfe von Fallbeispielen und Filmausschnitten. Für die Unterstützungsangebote sowie den Möglichkeiten der Begleitung und Beratung der betroffenen Kinder, Jugendlichen und auch ihrer Eltern wird ausreichend Raum gegeben.

Inhalt des Workshops

  •    Fakten zur Verbreitung von Alkoholerkrankungen in Familien
  •   Spezifische Belastungsfaktoren für die Kinder/Jugendlichen
  •   Typische Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  •   Resilienzfaktoren
  •   Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern

Das Seminar ist vom Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, Bergisch Gladbach,
mit 08 Fortbildungsstunden als anrechnungsfähig im Sinne § 7 HebBO NRW anerkannt.

Zielgruppe:
Fachkolleg*innen in pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern

Termin:
Freitag 18.11.2022, 9:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 16:30 Uhr
(insgesamt 08 Unterrichtseinheiten)

Ort:
Refrather Treff, Steinbrecher Weg 2, 51427 Bergisch Gladbach

Gruppengröße:
max.16  Teilnehmer*innen

Kosten:
110,00 Euro incl. Kaffee/Tee/Wasser
100,00 € für ehemalige/aktuelle RIFS-Weiterbildungsteilnehmer*innen

Leitung:
Dipl.-Heilpädagogin Hildegard Wunsch

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Langjährige Leiterin des Fachbereiches „Kids&Co“, Kinder suchtkranker Eltern in einer Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder

Hier geht es zur Anmeldung und zur Ausschreibung.