Seminare und Workshops


Freitag/Samstag, 27./28. November 2026

Systemische Arbeit mit aggressiven/grenzüberschreitenden Klient:innen

Destruktives Verhalten und Aggressivität ist in vielen Arbeitsfeldern der Beratung und Therapie ein herausforderndes Thema. Fachkräfte sind zum einen häufig mit starken Emotionen und geringer Veränderungsmotivation auf Seiten der Klient:innen konfrontiert.

Zum anderen kann das Spannungsfeld zwischen Verantwortungsübernahme sowie dem Aufbau einer veränderungsförderlichen Arbeitsbeziehung verunsichern und überfordernd wirken. Es geht schwerpunktmäßig um die Haltung, aber auch die Grenzen, wie Fachkräfte sowohl konsequent als auch wertschätzend-ressourcenorientiert arbeiten können.

Die zweitätige Fortbildung gibt einen Einblick in das Arbeitsfeld der systemischen Arbeit mit gewaltausübenden erwachsenen und jugendlichen Personen. Dabei wird ein fachspezifischer Behandlungsansatz näher beleuchtet und mit dem systemischen Handwerk und Denken bereichernd in Verbindung gebracht.

Ziel ist es, die Handlungssicherheit der Teilnehmenden im Umgang mit Gewalt und Aggressivität als (Teil-) Auftrag in Beratung/Therapie zu vergrößern und die eigene professionelle Haltung zu stärken. Darüber hinaus werden verschiedene systemische Methoden auf ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis betrachtet.

Die Fortbildung verbindet theoretischen Input mit praktischer Arbeit im Plenum und Übungen/Reflexion in Kleingruppen.

Inhalte des Workshops

  • Grundannahmen und Wirkfaktoren: Unterbrechung destruktiver Muster
  • Verantwortung, Abgrenzung, Wertschätzung – systemische Haltung und Beziehungs-gestaltung als zentrales Instrument
  • Die systemische (Symptom-)Brille - Das Thema hinter dem Aggressivitätsthema
  • Systemische Gesprächsführung im Umgang mit Widerständen, Konfrontation und Eskalation
  • Arbeit mit Gewaltanteilen, imaginativer Modellierung und Strukturaufstellungen zur Vergrößerung von Handlungsalternativen

Zielgruppe

Fachkolleg:innen aus Praxisfeldern der sozialen Arbeit, der Gewaltprävention, der Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitshilfe sowie Berater:innen und Therapeut:innen in freier Praxis.

Termin

Freitag/Samstag, 27./28. November 2026
jeweils 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
(insgesamt 16 Unterrichtseinheiten)

Ort

LandesArbeitsGem. KJS NRW, Kleine Spitzengasse 2-4, 50676 Köln

Gruppengröße

max. 16 Teilnehmer:innen

Kosten

240,00 Euro
220,00 Euro für ehemalige/aktuelle RIFS-Weiterbildungsteilnehmer:innen
incl. Kaffee/Tee/Wasser

Leitung

Marc Thomas, Köln,
M.A. Kriminologie, B.A. Erziehungswissenschaft, Systemischer Therapeut, Fachkraft für Täterarbeit, Anti-Gewalt-Trainer

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